Unterwegs mit der Transsibirischen
Auch wenn das Zugpersonal (jeder Wagen hat einen persönlichen Betreuer) die deutschen Tickets etwas skeptisch beäugt, spätestens die Abteil- und Bett-Nummern schaffen Klarheit. Allerdings bekommt man die Reservierungsbelege oftmals nicht wieder zurück, sie werden vom Personal einbehalte – man sollte nur drauf achten, dass man die eigentlich Fahrkarte nicht abgibt.
Dann geht es ans Einrichten und Bettenmachen. Man bekommt frisch gewaschenes Bettzeug zum Beziehen der Unterlage, sowie ein Betttuch um sich zuzudecken (und als Schutz vor den nicht unbedingt frisch gewaschenen Wolldecken).
Neben Rausgucken und Picknicken ist Tee- oder Suppe warm machen noch eine Freude. Jeder Waggon verfügt über einen großen elektrischen Wasserkocher/boiler, der auch mit Holz betrieben werden kann. Dort kann man sich kochendes Wasser zapfen. Bei den Waggondamen kann man zudem meist Becher, Süßigkeiten, Bier etc. erwerben (aber nicht immer). Das eigene Waggonpersonal weckt einen auch, wenn man nachts irgendwo aussteigen muss (sonst haben die ja an der nächsten Haltestelle das Problem, doppelt vergebene Sitze zu erklären).
An den vielen Zwischenstopps warten meist schon eifrige Händler/-innen mit portionierten Speisen und Getränken. Wir haben nur gute Erfahrungen mit den Piroggen etc. gemacht und waren froh über jede kulinarische Ablenkung neben Tütensuppen, Keksen, Brot und Wasser. Die Bordrestaurants die es zumindest auf den größeren Abschnitten gibt, sind nicht ganz so billig, aber im Vergleich zur DB sehr akzeptabel und durchaus auch lecker. Sogar selbstgemachte Borsch gab es einmal.
linkt uns :)
August 4th, 2009 at 14:48
Wir sind mitten in unseren Planungen für die Reise ab Basel (Schweiz) via Moskau, dann weiter mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Peking. Danke für die Infos!